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Henning Hars

NATO zwischen 11. September und Prager Gipfel

Art.Nr.: 978-3-86108-024-4
NATO zwischen 11. September und Prager Gipfel
Heft 27
Seiten: 24 S.
Abbildungen: 
Maße: 21 x 14,5 cm
Einband: geheftet
Erscheinungsjahr: 2002
Auflage: 1. Aufl.
Reihentitel: WIFIS-aktuell
Band: 27
5.90 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.



NATO zwischen 11. September und Prager Gipfel
Die dargestellten Risiken der veränderten Sicherheitslage, des noch ungewissen Transforma-
tionsprozesses und der Erweiterung könnten im Extremfall dazu führen, dass einzelne NATO
Staaten hier sind vorrangig besonders die USA angesprochen ihre militärischen Aktivitäten
weit stärker als bisher aus der NATO heraus verlagern und ausschließlich auf vermeintlich
effizienter arbeitende und besser zu kontrollierende Koalitionen setzen. Verkümmert der mil-
itärische Arm der NATO verliert die Allianz zwangsläufig auch an politischem Einfluss. Für
Europa bedeutet das solange eine Schwächung seiner Sicherheit solange die EU nicht militä-
risch im gesamten Aufgabenspektrum, damit auch zur kollektiven Verteidigung, einsatzbereit
ist. Ob die EU selbst in so einem Fall alle jene Schutzfunktionen übernehmen kann, die gegen-
wärtig nur mit, aber nicht ohne die USA sichergestellt werden, bleibt sehr fraglich. Auch bleibt
zu befürchten, dass Nordamerika und Europa auseinander driften und das Gefühl der Mitver-
antwortung für das Wohl des jeweils anderen verloren geht. Eine der militärischen Integration
entkleidete, OSZE-isierte und auf Konsultation reduzierte Organisation würde das Ende der
Allianz bedeuten. Noch ist es nicht soweit, aber es bedarf erheblicher gemeinsamer Anstren-
gungen, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und die NATO zukunftsfähig zu machen.
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