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KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Abgeleitete Macht

Art.Nr.: 978-3-86108-726-7
Abgeleitete Macht
Band 4: Funktionshäftlinge zwischen Widerstand und Kollaboration
Seiten: 196
Abbildungen: 25 sw
Maße: 24 x 17 cm
Einband: brosch.
Erscheinungsjahr: 1998
Auflage: 1. Aufl.
Reihentitel: Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland
Band: 4
10.90 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.



Abgeleitete Macht
Unter dem Titel Abgeleitete Macht – Funktionshäftlinge zwischen Widerstand und Kollaboration
befasst sich die vierte Ausgabe der Zeitschrift Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen
Verfolgung in Norddeutschland sowohl allgemein mit der hierarchischen Struktur der Zwangsge-
sellschaft im KZ und dem System der Funk-tionshäftlinge, als auch mit verschiedenen Aspekten
der widersprüchlichen Rollen, mit denen einzelne Funktionshäftlinge sich im Lageralltag konfron-
tiert sahen. Möglichkeiten und Grenzen von Solidarität und Widerstand oder die Veränderungen
der Rolle der Funktionshäftlinge mit der Veränderung des Lagersystems werden anhand von Bei-
spielen aus einzelnen Konzentrationslagern diskutiert. Auch Unter-schiede zwischen weiblichen
und männlichen Funktionshäftlingen werden beschrieben: Auf der einen Seite in den unterschied-
lichen Strukturen von Frauen- und Männerlagern, auf der anderen Seite in den juristischen Beur-
teilungen nach dem Krieg. Darüber hinaus nimmt das Heft die aktuelle Debatte über kommunis-
tische Funktionshäftlinge auf. Am Beispiel des KZ Buchenwald wird der kommunistische Lager-
widerstand in verschiedenen Artikeln kontrovers beurteilt. Während er in der DDR-Historio-
graphie lange Zeit glorifiziert wurde und einen identitätsstiftenden Bezugspunkt des antifaschis-
tischen Selbstverständnisses bildete, wurde der kommunistische Lagerwiderstand in der BRD
im Zuge der Restauration a priori diskreditiert. Heute, nach 1989, scheint diese alte Auseinan-
dersetzung eine ähnlich polarisierte Wiederbelebung zu erfahren. Über den Themenschwer-
punkt aus regional- und sozialgeschichtlicher Perspektive hinaus versteht sich die von der KZ-
Gedenkstätte Neuengamme herausgegebene Zeitschrift auch als ein Mittei-lungsorgan für
Historikerinnen und Historiker: Projekt-, Tagungs- und Veranstaltungsberichte sollen einen
Überblick über derzeit laufende Forschungen geben; eine aktuelle Bibliographie bemüht sich,
speziell auch Hinweise auf kleinere Publikationen und sogenannte graue Literatur zur Verfügung
zu stellen. Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der außerschulischen Bildungsarbeit zu unter-
stützen, versucht die Zeitschrift außerdem,didaktisch geignete Materialien (Erinnerungsberichte,
Dokumente etc.) vorzustellen: Im vorliegenden Heft findet sich z.B. eine Dokumentation neuent-
deckter Fotos zum KZ Neuengamme. Nach den Meldungen aus der Gedenkstätten- und Ini-
tiativenarbeit bespricht der Band abschließend Neu-erscheinungen auf dem Film- und Buch-
markt.
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