Artikelsuche
Kategorien Newsletter
Mein Konto
Konto eröffnen Passwort vergessen
Facebook Connect
Login
Informationen
Sie sind hier: / Sachbuch / Zeitgeschichte
Artikeldetails

Peer Meter

Gesche Gottfried

Art.Nr.: 978-3-8378-1012-7
Gesche Gottfried
Eine Bremer Tragödie
Seiten: 240
Abbildungen: 83 sw
Maße: 24 x 17 cm
Einband: brosch.
Erscheinungsjahr: 2017
Auflage: 3. Aufl.
Reihentitel: 
Band: 
14.90 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.



Gesche Gottfried
Gesche Gottfried vergiftete in den Jahren von 1813 bis 1827 in Bremen insgesamt 15
Menschen, darunter ihre Eltern, drei Kinder und zwei Ehemänner. Mindestens 19 wei-
teren Personen mischte sie von 1823 an wiederholt Gift in nicht tödlicher Dosis ins Essen.
1828 wurde Gesche Gottfried verhaftet und drei Jahre später auf dem Domshof hinge-
richtet. Die Stelle, an der ihr Kopf mit dem Schwert vom Rumpf getrennt wurde, markiert
noch heute ein bekreuzter Stein, täglich von traditionsbewussten Bremer Passanten als
Zeichen der Verachtung bespuckt. In der Schilderung von Gesche Gottfrieds Verteidiger
Friedrich Leopold Voget entsteht das Bild einer kalt berechnenden, aus niederen, ge-
winnsüchtigen Motiven mordenden Frau, über deren Taten die Öffentlichkeit gleichsam
aus allen Wolken fiel. Nach fast 170 Jahren ungeprüfter Übernahme seiner Darstellung
hat Peer Meter den Fall nach den Prozessakten ganz neu dargestellt. Er belegt, dass
Voget Zeugenaussagen mehrfach grob verfälscht zitierte und dass auch Gesche Gottfrieds
mörderisches Treiben keineswegs nur im Stillen vonstatten gegangen war. Vielmehr steht
fest, dass es bereits Jahre vor ihrer Verhaftung immer wieder Warnungen vor ihrer Person
gegeben hatte. Peer Meter entreißt nach weiterer Recherche und präziser Analyse die Dar-
stellung des Hergangs und der in dieser beispiellosen Mordserie vorkommenden Personen
endlich der Sichtweise des 19. Jahrhunderts. Ebenso spannend, wie er das Porträt der
Bremer Giftmörderin als psychisch schwer verwirrter Frau herausarbeitet, legt er einen
zweiten Aspekt dar: die Unmöglichkeit der bremischen Bürgergesellschaft, eine eigene
Mitverantwortung an den grauenhaften Taten anzuerkennen.
Einen Kommentar schreiben
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.
Es liegen keine Kommentare zu diesem Artikel vor.