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Karl Holl / Hans Kloft / Gerd Fesser

Caligula - Wilhelm II. und der Caesarenwahnsinn

Art.Nr.: 978-3-86108-782-3
Caligula - Wilhelm II. und der Caesarenwahnsinn
Antikenrezeption und wilhelminische Politik am Beispiel des »Caligua« von Ludwig Quidde
Seiten: 204
Abbildungen: 39
Maße: 23,5 x 16,5 cm
Einband: geb.
Erscheinungsjahr: 2001
Auflage: 1. Aufl.
Reihentitel: 
Band: 
20.90 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.



Caligula - Wilhelm II. und der Caesarenwahnsinn
Als im Jahre 1894 der Historiker Ludwig Quidde in einer Monographie Person und Schicksal des

römischen Kaisers Caligula unter das Deutungsmuster Cäsaren-Wahnsinn stellte, übersetzte er

bewusst eine historische Figur in das politische und kulturelle Klima des ausgehenden 19. Jahr-
hunderts in Deutschland. Die Wirkung dieser Broschüre war gewaltig. Der Herrscherwahnsinn
kam durch Quidde ins Gerede: Damit ist nicht nur ein flüchtiges Medienereignis umschrieben. In
dem öffentlichen Diskurs, der seinen Ausgang vom römischen Scheusal Caligula nahm, werden
die Schwierigkeiten und Bruchstellen einer Monarchie greifbar, die weit über den konkreten
Fall hinausreichen. Diesen Diskurscharakter von Quiddes Caligula-Schrift nahmen die Autoren
Karl Holl, Hans Kloft und Gerd Fesser zum Anlass ihrer historischen Studie. Der Band bietet
einen dreifachen Zugriff auf das Material: die Verbindung von biographischer, historischer und
zeitgenössischer Dimension. An der Schrift selbst lässt sich ein wichtiges Stück Medien- und
Rezeptionsgeschichte im zweiten deutschen Kaiserreich dokumentieren, an der Person Ludwig
Quiddes Biographie und Weltanschauung eines zeitgenössischen Historikers, an Wilhelm II.
die Anfälligkeit und Gefährdung des monarchischen Systems, das durch den Caligula eher
spielerisch und doch nicht ohne Nachhaltigkeit herausgefordert wurde.
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