
Artikel 19 / 65
Artikeldetails
Magdalene Krippner / Daniel Tilgner
Jede Stunde dem Schicksal abgestohlen
Art.Nr.: 978-3-86108-555-3
Das Brieftagebuch der Magdalene Krippner vom Kriegsende in Bremen 1945
Seiten: 104
Abbildungen: 47 sw
Maße: 26 x 20 cm
Einband: geb.
Erscheinungsjahr: 2005
Auflage: 1. Aufl.
Reihentitel:
Band:
Abbildungen: 47 sw
Maße: 26 x 20 cm
Einband: geb.
Erscheinungsjahr: 2005
Auflage: 1. Aufl.
Reihentitel:
Band:
Jede Stunde dem Schicksal abgestohlen
»An der Ecke Plöner Straße/Waller Ring stand der Zahnarzt Berg und pfiff, sobald er Flugzeuge
hörte... Sobald der Zahnarzt Berg pfiff wurden rücksichtslos die Bunkertüren geschlossen. Wer
draußen war, warf sich irgendwo und irgendwie in Deckung – am besten auf die Bunkertreppe –
und wartete den Feuerschein und den Luftdruck ab.« Im Sommer 1945 beginnt die Bremer
Lehrerin Magdalene Krippner (1911-1974) ihr Brieftagebuch an die Schwester in Nieder-
schlesien. In diesem schildert sie die letzten Tage kurz vor dem Bremer Kriegsende am 27.
April 1945. Diese Tage und Nächte verbrachten die Menschen in der Stadt in den stickigen
Bunkern. Nur selten konnten sie die heißen, überfüllten Räume verlassen. Die ständige Be-
drohung durch Brand und Sprengbomben, Luftminen und Tiefflieger bestimmte das Leben.
Aber sie berichtet auch von stundenlagem Schlangestehen für ein paar Kilo Kartoffeln, listet
haarklein die ergatterten Lebensmittel für die große Familie auf und macht abenteuerliche
Kletterpartien über zerstörte Brücken, um zur kranken Tante nach Arsten zu gelangen. Ein-
dringlich, aber ohne Pathos beschreibt Magdalene Krippner, wie sie, ihre Familie und Nach-
barn trotz Angst und Chaos ihr Überleben organisieren. Jahrzehntelang lagen die eng be-
schriebenen Schreibmaschinenseiten bei einem Neffen der Autorin, bevor sie zufällig vom
Bremer Historiker Daniel Tilgner entdeckt wurden. Aus Anlass des 60-jährigen Jahrestags
des Kriegsendes in Bremen veröffentlicht die Edition Temmen dieses wertvolle Zeitdokument.
Eine editorische Notiz erläutert den Text und seine Hindergründe.
hörte... Sobald der Zahnarzt Berg pfiff wurden rücksichtslos die Bunkertüren geschlossen. Wer
draußen war, warf sich irgendwo und irgendwie in Deckung – am besten auf die Bunkertreppe –
und wartete den Feuerschein und den Luftdruck ab.« Im Sommer 1945 beginnt die Bremer
Lehrerin Magdalene Krippner (1911-1974) ihr Brieftagebuch an die Schwester in Nieder-
schlesien. In diesem schildert sie die letzten Tage kurz vor dem Bremer Kriegsende am 27.
April 1945. Diese Tage und Nächte verbrachten die Menschen in der Stadt in den stickigen
Bunkern. Nur selten konnten sie die heißen, überfüllten Räume verlassen. Die ständige Be-
drohung durch Brand und Sprengbomben, Luftminen und Tiefflieger bestimmte das Leben.
Aber sie berichtet auch von stundenlagem Schlangestehen für ein paar Kilo Kartoffeln, listet
haarklein die ergatterten Lebensmittel für die große Familie auf und macht abenteuerliche
Kletterpartien über zerstörte Brücken, um zur kranken Tante nach Arsten zu gelangen. Ein-
dringlich, aber ohne Pathos beschreibt Magdalene Krippner, wie sie, ihre Familie und Nach-
barn trotz Angst und Chaos ihr Überleben organisieren. Jahrzehntelang lagen die eng be-
schriebenen Schreibmaschinenseiten bei einem Neffen der Autorin, bevor sie zufällig vom
Bremer Historiker Daniel Tilgner entdeckt wurden. Aus Anlass des 60-jährigen Jahrestags
des Kriegsendes in Bremen veröffentlicht die Edition Temmen dieses wertvolle Zeitdokument.
Eine editorische Notiz erläutert den Text und seine Hindergründe.
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