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Diethelm Knauf

Jantjes und Kantjes (VHS)

Art.Nr.: 978-3-86108-654-3
Jantjes und Kantjes (VHS)
Heringsfang in alten Filmen
Seiten: 45 min. Laufzeit
Abbildungen: 
Maße: 
Einband: VHS-Videokassette
Erscheinungsjahr: 2000
Auflage: 1. Aufl.
Reihentitel: 
Band: 
5.00 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.



Jantjes und Kantjes (VHS)
Werften, Segelmacher, Taufabriken und vor allem Heringsfänger verliehen einst den deutschen
Heimathäfen der Heringsfischerei ein maritimes Flair. Vegesack, Emden, Leer, Elsfleth, Brake,
Nordenham, Bremerhaven - für sie alle bedeutete »König Hering« pulsierendes Treiben an den
Kajen, Profil für die örtliche Wirtschaft und Existenzmöglichkeiten für die Menschen bis nach
Ostfriesland und entlang der Weser. 1930 waren beim Arbeitsamt Nienburg zeitweise 1000
Heringsfänger gemeldet, in Windheim über 500. Die Kapitäne der Heringslogger kamen tradi-
tionell aus dem Raum Minden, Schaumburg und aus Bückeburg. Den Hering zu fangen und an
Land weiterzuverarbeiten war schwerste körperliche Arbeit, von den Jantjes, den Seeleuten
an Bord der Logger, oft im Akkord verrichtet. 100 Stunden Arbeitszeit in der Woche auf See
waren keine Seltenheit. In Vegesack allein arbeiteten in Spitzenzeiten auf den Schiffen und in
den Landbetrieben der Bremen-Vegesacker Fischereigesellschaft bis zu 1800 Männer und
Frauen. Die Heringsfischerei »Großer Kurfürst« in Emden und die Leerer Heringsfischerei sind
Legende. Die Besanmasten der Logger und die hoch aufgestapelten Kantjes (Heringsfässer)
am Kai prägten viele Jahrzehnte das Bild der Häfen und verliehen den Orten den Charme
kleiner Hafenstädte. In den 30er Jahren stachen um 170 Logger pro Jahr in See, im Frühjahr
bis hoch zu den Shetland-Inseln, im Sommer zur Doggerbank. Heute ist das alles Vergan-
genheit. Dieses Video ruft uns das Treiben rund um die Heringslogger in ihrer Blütezeit wieder
in Erinnerung: die Vorbereitungen zum Auslaufen, den Fischfang auf hoher See, das harte
Leben an Bord, Kehlen, Salzen, Sortieren und Verpacken des Herings und die Qualitäts-
kontrolle, denn die war wichtig, damit der Verbraucher auch genußvoll dem Werbeslogan
folgen konnte: Eßt deutsche Salzheringe!
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